Archiv der 'Alltagsrauschen' Kategorie

Lecker

Ich bestellte fünf Crevetten, die sich dann für mich in Schale geschmissen hatten …


Rest

Go ahead,
I’ve been hurt too much,
too often,
in different ways.
I’m tired of all the ‘mays’,
I’ve listened to.
Not he, not she,
Nor you
Have ever been good to me.
Fortunately,
that is what I now can see.
I need a break,
to rest.
To distance all
the fake.
To take
- Time.


Auseinander

Meistens fängt es an mit
“Wir haben uns auseinander gelebt.”
Aber dieses Mal nicht.
Denn du hast gelebt,
ich bin auseinander
gebrochen.
Haben einander
so vieles
versprochen -
doch konntest auch nicht eins davon halten.
Sagtest an mir würde es liegen,
an meinem Verhalten.
Fing an mich zu verbiegen,
um dich doch zu halten.
Und trotzdem
schaust mich an, als wäre ich hier Schuld,
dabei konnte jeder sehen,
ich hatte unendlich viel […]


Nun

Du Zeit
Kaust rückwärts am Klang der Sehnsucht,
Wirfst wattige Tränen aus, befaserte Schreie,
Zerscherbst Vollendungen gefühlten Glücks,
Hemmst Geburt durch begrenzten Raum,
Blickst ins Kartenblatt aller Ideen,
Stiehlst, und machst dich davon in deine Unendlichkeit.
Dem Menschen die Rastlosigkeit.


Herbstlaut

Kalter Wind beisst Stück für Stück
Die Blätter vom Baum
Des Laubbläsers Glück
Welch Traum!
-
Freude küsst den schrägen Mann
Vorüber die Zeit
Vom blühenden Bann
Befreit!
-
Knattern, Rattern, Laut und Lärm
Durchstreift jetzt den Park
Dein Krachen, dein Stern
So stark!
-
Dröhnend Föhn braust auch – juhu!
Durch Wiese und Heck’
Die Stille hört zu
Erschreckt?
-
Ruhe ist nicht angesagt
Im farbigen Laub
Dein Wunsch sei vertagt
Werd taub!


Schuldig

Schuldig
 
Ich bin ein Bild ich bin ein Wort
Ich bin der Geist von diesem Ort
Gebunden an den Feuersturm
Erbaut man mir den hohen Turm
Der nicht vergisst der niemals schweigt
Dem Sünde aus dem Schoße steigt
Ist mir der Spiegel ein Verlies
Dort wo man mich ins Leben stieß
Werd’ ich vom Zahn der Zeit durchbohrt
 
Der Geist der Toten darf nicht ruhn
Ihr […]


Und Du?

Und Du schreibst
und tust das heimlich.
Tropfst stille Tinte
auf Papier.
Und Du wanderst,
bist nirgends heimisch.
Stempelst stille Tritte
auf das Hier.
Und Du bist einsam
und unter Fremden
tropft stille Sehnsucht
aus Dir.


Von dir

Worte tun weh
sie schneiden
sind messerscharf
wie die Kanten des Papiers
auf dem ich sie schreibe
Worte erstrahlen
in allen Farben
wie die Tinten
mit denen ich sie schreibe
Worte sind so kostbar
Worte sind so wunderbar
Worte sind so furchtbar
Worte sind so sonderbar
Wenn sie von dir kommen


Glück suchend

hastig eilend auf der Suche,
rasend Herzens jage ich.
selbstverlierend, blind vor Glauben,
immer mehr entfernt es sich.
des Herzens fremd und nah dem Boden,
nein, nicht so erwartet‘s mich.
doch könnt ich schätzen was mein Eigen,
würd‘s sich immer wieder zeigen,
würd’s sich spürbar um mich hüllen
und mein Herz mit
Glück erfüllen.
dann könnt ich’s greifen und erleben,
könnt ich’s lehren zu erstreben,
könnt ich’s lieben, […]


schnickschnackschnuck

schnickschnackschnuck.
 
schere. stein. papier.
wir beide hier
und die entscheidung unseres lebens.
 
schnickschnackschnuck.
 
meine hand dir hingehalten
du nimmst sie nicht.
schaust mir müde auf die füße.
nicht mal ins gesicht.
schnickschnackschnuck
 
schere schneidet papier.
hätten wir das früher gewusst,
dann hätte ich vielleicht…
 
schnickschnackschnuck
 
du bist doch nicht so teilnahmslos
wie ich anfangs dachte.
an deiner linken wange tänzelt
eine träne elegant
in meine hand.
papier wickelt stein ein.
 unentschieden.
 
schnickschnackschnuck
 
zittrige hände.
die welt steht kurz […]


Der Katz!

Wellenförmig liegt die schlanke Katz
unter dem Asphalt herum, der Magen umgedreht.
Ein beissender Gestank umgibt den stillen Tanz.
Träge Fliegen schwirren, Maden laben sich am Fleisch.
Die Knochen biegen sich, gepaart mit Fell und ein paar Zweigen.
Ein Stummel Kippe ziert das Ganze und die Sonne gibt noch Glanz dazu.
Das arme Tier, es hat nun […]


nicht zu ende denn anfangen ist grausam.

die realität fast vergessen im taumel der gefühle,
gründe für die art des ichs sind es so viele.
aus prinzip der stimme dümmlich stark verschlossen,
dem anderen aus nächster nähe mit schmerz ins gesicht geschossen.
gedanken die du vielleicht in deinem kopf nicht willst,
unverhohlen abgrundtief gar aus versehen des anderen seele grillst.


Die Villa, der Schrei und Sie

Die Villa inhaliert ihr letztes Mal, bevor sie im Sturm zusammenfällt, das Szenario umstellt von monotonen Monolithen, von Innen nach Außen – kaputte Stöße,  überworfene Bildfetzen, Moleküle der Macht zerstäuben zu Filmmusik, ein Riss durch das was war, immer wieder, und wieder, wieder, sinken nieder, vor dem Schrei, die einzelnen Glieder.
Kleider bilden ihre […]


Sterntage 3

IchmöchteeinenneuenSternfindenundihnAxolotlnennen.


Sterntage 2

Der große Bär
Ist von meiner Wohnung ganz gut zu sehen
Den kleinen Bären
Finde ich nur
Wenn die Straßenbeleuchtung
Ausfällt