Archiv vom März 2006

Dein Stern

Beim Blick ins Sternenmeer hinein
entdeckt’ ich Nummer sieben,
so funkelnd mag kein zweiter sein,
ist’s einer zum Verlieben?
Der Stern ein kleines Lächeln hat,
voll Grazie und Zierde;
wie schön, ich guck mich nimmersatt…
…mein Herz voller Begierde!
Doch greif ich nach dem fernen Ort
und möcht ihn zu mir holen,
erschrickt er gar und wandert fort,
verletzlich, wie ein Fohlen.
Drum leuchtet […]


Meine Tränen

…und dir regnet’s ins Gesicht,
doch sind es deine Tränen nicht,
drum frag dich selbst:
Wirst du’s vermissen,
wenn sie dich dann nie mehr küssen?


Am Ende des Briefes

Es bleibt nur noch eins,
so traurig es klingt,
am Ende des Briefes
die Unterschrift winkt:
xxx


Das Trauerspiel (Teil 2)

Mein Lohn sich sehr in Grenzen hält,
die andern haben Spendengeld!
Und Schuld ist ’s Ministerium.
Da sind die wie dumm? Da sind die wie dumm!
Den Reichen reicht das Geld sehr wohl,
doch formen sie die Hände hohl
und spenden dabei ’s Minimum.
Da sind die wie dumm? Da sind die wie dumm!
Geschieht dann ein Verkehrsunfall,
so zögern alle überall,
doch […]


Wohl kein Rätsel

Der Ton jetzt gleich mein Schweigen bricht,
Musik tönt aus der Ferne.
Die Lippen formen ein Gedicht,
ich schick dir dieses gerne!
Halt quer die Flöte, spür den Atem,
kommt die Wahrheit an den Tag?
Dann darfste wahrlich gern erraten,
ob ich dich nun wirklich mag…


Ausgezählt

Mit acht, da zählte ich vergnügt die Erbsen auf dem Teller.
Meine Murmeln waren bunt und meine Schnecken schneller.
Tief gebeugt verfolgte ich die Feder, wenn ich schrieb.
Und küsste Mami mir Gutnacht, dann wollt ich, dass sie blieb.
Mit fünfzehn zählte ich die Sterne, war ihr Platzanweiser.
Zimmerte die Welt zurecht, war König, Gott und Kaiser.
Ich wusste alles, […]


Des Lächelns Saat

Viel verstecken hinter nichts.
Nulldeutige Geschichten!
Den Puls des Lebens spüre ich,
das wollt ich dir berichten.
Lass träumen dich, wo ’s Herz hinführt,
verborgen bleibt die Tat.
Lass leben dich, wo’s Lust verspürt,
es ist des Lächelns Saat.


Bei Tage

Eure Welt, ihr treuen Affen
Hat kein Gott für euch gemacht
ICH hab’ sie für MICH erschaffen
In einer einz’gen, finstren Nacht
Woran man dies erkennen kann?
Weshalb es offensichtlich ist?
Schaut euch mein Werk bei Tage an
So, wie man Gedichte liest
Falls ihr dabei doch etwas findet
Das Gottes Poesie bedarf
So ist bewiesen, dass erblindet
Wer den ersten Stein nie warf


Zuckergehalt

Träume süß wie Rosenduft,
vibrierten durch die Nacht,
hoben mich aus dunkler Gruft,
wie haste das gemacht?


Funkelzauber

Schicke dir aus meinem Bad
Entspannung in dein Herz.
Im Raum erklingt ein Lied so zart
(der Background singt die Terz).
Vergessen scheinen Stress und Wut
und Aussichtslosigkeit:
Die Harmonie des Ichs tut gut
im Badewasserkleid!
Zwei Kerzen zur Vollendung noch,
und ’s Räucherstäbchen glüht,
die eine brennt für dich und doch
vermiss ich dein Gemüt.
So plantsch ich weiter vor mich hin
von Perlen […]


Meine Freundin

Meiner Freundin Augen könnten Sonnenblumen sein!
Nun gut, zumindest deren Kerne (hart und grau und klein).
Drum nimmt sie den Eyeliner:
Der macht die Äuglein kleiner.
Meiner Freundin Lippen, voller Fleisch, doch ein Gewinn:
Sie verbergen ihre Zähne (wofür ich dankbar bin).
Ein Lächeln sie entblöße;
drum schmollt sie und schaut böse.
Meiner Freundin süßes Kinn sucht seinesgleichen hier.
Und findet es […]


Träum süß!

Es ist was, das von innen kommt,
ich hab’s gerade erst geträumt,
Worte (zwei), die Früchte tragen:
“Träum süß!” möcht ich dir gern sagen.


Neidgruß

Was kribbelt da in meinem Bauch?
Es ist das Meer - es ruft mich auch!
Dir sei’s gegönnt, die Sonne lacht,
nur, was hab ich bloß falsch gemacht?


Viel Glück!

Ich wünsch dir Glück in Hirn und Herz,
bis in die tiefsten Schichten,
‘ne Prüfung morgen ohne Schmerz,
das wollt ich dir berichten.


…105…106…? (Teil 1)

Ich bin nun schon am Schäfchen zählen,
will sie dabei bestimmt nicht quälen,
doch herrje, man glaubt es kaum:
Die schaffen’s nicht mal über ‘n Zaun!