Archiv vom Mai 2006

An der Kreuzung

Menschen zu verlieren
ist das Grauen jeder Liebe,
stechend’ Schmerzen zierten
rau das Vakuum, das dir bliebe.
Suchtest ihn, doch fändest keinen
Trost für dieses Sterben.
Fast erstickt vom Weinen,
stündest vor ‘nem Haufen Scherben.
Viele stellen hier die Frage:
Hat denn Gott geschlafen?
Oder wollt er diese Tage
uns mit Demut strafen?
Schmerzen, sie verwildern
dicht verwachsen jede Sicht.
Gott mag sie zwar mildern,
doch dran […]


Stinkesauer!

Hunde sind wie Kinder,
doch sie werden niemals weise.
Menschen sind geschwinder
auf der Hirn-Entwicklungsreise.
Scheißen beide anfangs noch
auf Boden, Bett und Couch,
findet Wuffi schließlich doch
noch and’re Ziele. Autsch!
Irgendwann entdeckt der Spross
das Stehen vor ‘m Klo,
kommt dabei ins Schwärmen, bloß
weil er kann zielen so.
Wuffi muss hingegen
täglich dreimal vor die Tür;
ja, und auch bei Regen
braucht’s das Herrchen […]


Guter Rat ist süß

Liebend sich zu wissen
gleicht ‘ner Schale voller Früchte.
Soll ich dich nun küssen,
lieber Apfel, wie ich’s möchte?
Oder soll ich beißen
in dein süßes Fleischgewand?
Würde dies nicht heißen, Coinstar point
dass ich nachgab dem Verstand?
Ist der Anblick der Melone
ihre Freud’ d’rauf wert?
Ess ich sie, dann bin ich ohne,
was mich eines lehrt:
Liebeslust, sie gleicht tatsächlich
einem […]


Abhängigkeit

Zum zigsten Mal: Ich liebe dich!
Gebor’n aus einem Funken klein.
Und wenn dein Herz erwidert mich,
wird’s denn auch morgen noch so sein?
Bombastisch’ Sehnsucht treibet mich,
vermisse dich wie wild!
Drum wundert’s mich nicht sonderlich,
dass nichts die Liebe stillt.
Mein schönstes Sein verdank ich dir
und werd’s auch nicht vergessen!
Du Elixier… oh wehe mir!
…darfst mich bloß nie verlassen!
Nicht […]


Wer bist du?

Du bist die Narbe in meinem Herzen
nährst meine Tagträume
fütterst meinen Schmerz
gebärst meine Tränen
herrschst über meine Trauer
und zerschmetterst meine Hoffnung.


Süchtig

Nun fühle ich mich vom Verstand im Stich gelassen,
und ’s Herz pumpt weiter Träume durch meine Adern.
Bist wie eine Droge.


Löwenzahn

Wiesen voller gelben
Blüten, wie die Sonn’, so schön!
Mögen ganz derselben
ebenbürtig hell erglüh’n.
Fallschirmspringer scharen sich
in blauen Himmelstoren.
Kitzelt drum die Nase dich?
(Hör auf, darin zu bohren!)


Dunkle Gedanken

In meinen Kokon hüll ich mich,
umwoben von ‘ner Macht,
mit Händen schütz ich mein Gesicht,
bis Dunkelheit erwacht.
Rabenschwarzes Glück ist
tief aus uns’rer Schuld gebor’n.
Nimm dich bloß in acht, sonst bist
in meiner Welt verlor’n!


Das Trauerspiel (Teil 3)

Sparsamkeit belohnt den Geist
nur wenn es geht ums Geld.
Andernorts zu sparen heißt:
zu glauben an die Welt.


Weshalb Männer nicht viel reden

Es kommt ja nicht von ungefähr,
dass Männer lieber schweigen.
Reden kann man(n) hinterher,
(dies wird sich ja noch zeigen).
Ob ich was erzählen mag,
von heute früh bis eben?
Liebe Frau, es war MEIN Tag,
möcht ihn nicht zweimal leben!
Hör dir aber gerne zu
und lasse mich erweichen,
doch danach ist wirklich Ruh,
sonst geh ich über Leichen!
Siehst verflucht nochmals denn […]


…105…106…? (Teil 3)

Ich zählte kürzlich Schaf für Schaf,
sie hüpften freudig heiter,
doch als ich schließlich fand den Schlaf,
oh je! …ich zählte weiter!


Stimmt das etwa?

Ich sag’s mal so: Es kostet mich ‘nen monatlichen Kauf,
weil für ‘n Po, da brauch ich’s nicht, denn dort tu ich nix drauf.
Nur für ’s Gesicht, ich leiste mir mal ab und zu ‘ne Salbe,
und gibt’s ‘n Fältchen dort und hier, so kümmert’s mich nur halbe.
Meiner Freundin Pfirsichhaut hingegen schreit nach Liebe:
Wie sie […]


Heut Nacht sah ich eine…

…Stern gar nicht schnuppe!


Matheklausur

Da sitz ich nun und schreib den Test,
obschon ich nix versteh,
fühl mich so dumm, ’s gibt mir den Rest,
dass ich den Weg nicht seh!
Zuhause war’s ganz einfach noch,
ich übte zwar nicht viel.
Krümm mir kein Haar für ’s Lernen, doch
heg ich dasselbe Ziel:
Trotz Faulheit mal ein Sieger sein,
und sei’s davon ein Stück,
doch sag, weshalb […]


Nur einige Zeilen…

Hier bin ich.
Höre den traurigen Klängen deiner Stimme zu,
die da singt,
um zu klingen, wie sie’s möchte.
Dass du noch immer singen kannst!
Ich wünsche mir all die Welten zwischen uns nicht weg,
sondern betrachte sie als Weg.
Doch sind mir beim todgeglaubten Wunsch,
dich wieder an meiner Seite zu sehen,
zu spüren,
zu hören,
zu riechen,
Hände, Vernunft und Verstand gebunden. […]