Archiv vom November 2006

Schwarzkunst

In Duft verpackt
ich bin.
Erinnerungen glüh’n.
Hab mich grad gefragt,
ob ich den Duft werd jemals seh’n.
Träume streicheln sinnlich
meine tiefste Phantasie,
und ich frag: Wo bin ich,
wenn nicht in der Alchemie?


Zur Erotik von alltäglichen Möbelstücken

BISTeROTISCH


‚Aber hergeben würde ich es nie mehr!’

Ist mein Ziel ein Kind zu haben?
Braucht mein Leben neuen Sinn?
Suchen Menschen, die dies fragen,
nach dem großen Hauptgewinn?
Reicht das eigne Wesen nicht?
Dein Alltag schreit nach mehr?
Ist die Zukunft dein Gedicht?
Die Gegenwart gar leer?
Küsst Romantik eure Hoffnung?
Plant ihr nun das große Glück?
Wollt’ es allen andren gleich tun,
weil euch’s Nachbarskind entzückt?
Stellt ihr Fragen nach dem Preise,
nach dem […]


Du laberst ja, was das Zeug hält!

Freudig pflasterst deinen Weg
mit Hülsen lückenlos,
ein Wort sich vor das andre legt
in Reih’ des Dominos.
Dein Bumerang von Weisheiten
zerschneidet mein Gemüt,
und eh sich diese ausbreiten,
ist meine Gunst verglüht.


Die Perversion der Perfektion

Freudenvoll die Suche
nach der Kreativität
sich schlägt in mir zu Buche
denn, wer ernten will, der sähet.
Kurz vor‘m Ziel ich glaube
nun daran, wie‘s besser wär‘,
und weil ich es ja kann, beraube
ich mein Glück noch mehr.
Schliesslich finde ich
sogar den Punkt auf keine Weise
was grad noch ‘nem Wunder glich
ist nun die reinste Scheisse…


Sommerpause ade!

Die Sommerpause ist vorüber. Nun wird wieder fleissig gedichtet…


Nahaufnahme

Mein Wesen möcht ich spiegeln
auf der Suche nach dem Ich.
Kein Buch mit sieben Siegeln,
jedoch: Was erwartet mich?
Ein Zucken meiner Brauen…
*grins*…ich lächle vor mich hin
und weiss, ich kann mir trauen,
doch ich weiss nicht, wer ich bin.


Herbst

Und meinetwegen ging ich
deinetwegen meinen Weg.
Wir meinten, ’s wär ein Segen.
Na, von wegen!
Doch ich schwieg.