Archiv vom März 2007

Szenografie

Die Kunst der Inszenierung
gibt dem Raum erst seinen Sinn,
denn Kolonialisierung
steckt in jedem Raume drin!
Du streifst ihm diese Menschlichkeit
empathisch sorgsam über,
schenkst diesem einen Punkt der Zeit,
als ging’ sie nie vorüber.


Der Kuß

Ein Zitat von Mark Twain möcht ich hier festhalten: „Ein Kuß ist eine Sache, für die man beide Hände braucht.“ Wie erdrückend!


Träume sind gemein. Gedichte manchmal auch.

Im Traum der Nacht verführt
ich mich durch deinen Spalt der Tür,
hab dich dabei gespürt
und mich sogleich gefragt: wofür?
Dich gibt’s ja nicht für nichts
nur hier im Traume statt im Leben!
Am Ende des Gedichts
kann auch’s Gedicht dich mir nicht geben.


Traumblume im Niemandsgarten

Lose nicht am Wegesrand
und auch nicht an der Mauer:
Keine Suche hält dir stand,
wenn sie nicht ist von Dauer.
Zwischen Weißdorn und dem Klee
und auch den alten Eichen,
find ich haufenweise Tee,
jedoch nicht deinesgleichen.
Auch im Zaubersäbelmoos
und Lotusbeet ich stehe,
blicke leis’ – ganz atemlos
umher, als spürt’ ich Nähe.
Plötzlich dann die Hoffnung bricht:
Bist nicht von dieser Welt!
Denn: Was mir mein […]


Gesundheit!

Lieber genießen und bereuen,
als bereuen nicht geniest zu haben.


Für Mathematiker

Ist Liebe eigentlich relativ?
Oder absolut?
…oder absolut relativ?


Ein Licht im Dunkel brennt

Für wahre Sicht und Kenntnis.
ein Licht im Dunkel brennt.
Gespendet im Bekenntnis,
der wahre Liebe kennt.
Ein Licht im Dunkel brennt,
stetig und gar ohne Hast,
Beständigkeit ’s sich nennt,
bleibt immer Euer Gast.
Ein Feuer reicht nie zum Bund,
nie Treue wird ihr bekennt.
Dies ist der einzig wahre Grund
warum ein Licht im Dunkel brennt.