Archiv vom Mai 2007

ermüdendes Wach”sein”

Und wieder ist ein Tag verronnen
ich mache meine Augen zu.
Ein neuer hat schon fast begonnen
ich find noch immer keine Ruh’.
Und wieder war ein Jahr zu Ende
ein neues brach wieder herein.
Balle vor Ohnmacht meine Hände
mit ihm war ich wieder allein.
Und wieder hat ein Tag begonnen
mir zittert leise meine Hand.
Mein Schädel hat seinen Schmerz vernommen
plazier’ ihn an […]


Vier Jahreszeiten

Winter
alles verschwommen, alles versteckt
trügerisch: alles schläft, hat keine Wahl
Der Sehnsucht Schrecken ist mächtig und kalt ein Festhalten nur am Augenblick.
Vergänglichkeit zeigt sich in der Liebe Gestalt und ist auf dem Weg ihr erster Begleiter
Frühling
unumgänglich erwacht das Bunt und das Leben die Furcht hat ihren Meister gefunden
Zuerst zeigt sich ein Lächeln noch ohne Gesicht woher nur […]


Stadtmeer

So tauche ich wieder ein
Ins Niemandsland der Stadt
Wo mich niemand kennt
Wo ich keine Vergangenheit
Und keine Zukunft habe
Wo ich einfach sein kann
Wie ich gerade bin
Sei dies Teufel oder Engel
Künstlerin oder Arbeitslose
Reisende oder Einheimische


Die Maske

Sorgfältig geschnitzt
habe ich
die Maske meines falschen Ichs


surreal is the deal

Meine Gedanken auf deiner Haut,
zart und wissend,
suchend, nach deinem Herz.
Meine Gedanken in deinem Herz,
zart und wissend,
suchend, nach deinem Schmerz.
Meine Gedanken in deinem Schmerz,
stark und helfend,
suchend, nach unserem Herz.
Unsere Gedanken in unserem Herz,
wissend, verstehend,
zufrieden mit unserem Schmerz.


Tanz im Licht

Wir reichen uns die Hand zum Sonnentanz
wenn uns berührt der sanfte goldne Glanz
des Lichts, bevor es strahlend Abschied nimmt
und seine Farbensymphonie anstimmt
Wir sehn uns an im Abendsonnenschein
und uns erfüllt ein großes stilles Sein
das tiefe Himmelsblau senkt sich herab
und hüllt die Welt in sein azurnes Grab
Und alles rings um uns in Nacht versinkt
vom Licht ein letztes […]


Die Probe

Weinen ist das Deine nicht,
drum wein ich in dein Angesicht,
erpicht darauf zu sehen,
ob’s dir wird ähnlich gehen.


Die Sprache – zum Herzen

Ach, mögen Worte andre Herzen laben
und tief in ihnen Ruhendes berührn,
denn dieses sei das Ziel der Geistesgaben,
die Menschen in ein andres Land zu führn.
Es tönt der Wortsinn klar aus jeder Zeile,
die über Alltagssprache sich erhebt,
er spricht zum Lesenden: verweile,
und fühl die Kraft, die in den Formen lebt.
Denn wenn die Form Gedanken sanft umkleidet
mit Klängen, Bildern […]