Archiv vom Oktober 2012

Rochade

Ich sehe
und dann wieder nicht
das Dunkel
aber auch das Licht
Ich fühle
und dann wieder nicht
das Graue
und meinen Verzicht
Ich lebe
und dann wieder nicht
die Spannung
doch auch ihr Gewicht
Erahne
doch das nicht zu sehr
den Morgen
vermisse ihn mehr


Vom Ende der Anständigkeit

 
Vom Ende der Anständigkeit

Ich hörte im Fernsehen von deinem Tod
Der Sprecher er wirkte ein wenig bedrückt
Er sagte dein Leben war lang schon bedroht
Von Krankheit dein Antlitz schon gänzlich entrückt
In Sorge um dich war ich schon manches Mal
Stets sagte man mir doch es ginge dir gut
Der goldene Schuss endete wohl fatal
Das Gift ließ dich fliegen und […]


Schuldig

Schuldig
 
Ich bin ein Bild ich bin ein Wort
Ich bin der Geist von diesem Ort
Gebunden an den Feuersturm
Erbaut man mir den hohen Turm
Der nicht vergisst der niemals schweigt
Dem Sünde aus dem Schoße steigt
Ist mir der Spiegel ein Verlies
Dort wo man mich ins Leben stieß
Werd’ ich vom Zahn der Zeit durchbohrt
 
Der Geist der Toten darf nicht ruhn
Ihr […]


Glaube

Glaube
Geboren Kind der Herrlichkeit
Und Gleicher unter Gleichen
Ein Ende der Unendlichkeit
Auch du kannst es erreichen
 
Nur deine Seele muss dran glauben
 
Habe Vertrauen in die Macht
Sie kann dir alles geben
Froh sei dann wenn der Fremde lacht
Sein Wein sind deine Reben
 
Nur deine Seele muss dran glauben
 
Ich nehme dir was du schon hast
Und mache es mein Eigen
Denn was ist dein […]


Bald (Ein Dinner der Betroffenheit)

Werden wir verlegenes Schweigen essen?
In unseren Gesichtern lesen?
Aus Missverständnissen ein zerknülltes Blatt Papier formen,
um es verärgert in eine Ecke zu werfen?
-
Werden wir unserer Asynchronität zum Opfer fallen?
Aus den Steigbügeln kippen?
Zuflucht in der Virtuosität unserer Gewohnheiten finden,
um der Bedrängnis den Rücken zu kehren?
-
Werden wir gemeinsam eine Blume auf unser Grab legen?
Was werden wir?
Werden wir kämpfen, ein […]