Heut mach ich mir ein Arschgeweih

Heut mach ich mir ein Arschgeweih.
Wie ich mich freu, wie ich mich freu!
Von meinem ersten Herzschlag an
war ich nicht sichtbar für ’nen Mann.
Doch diese Zeit ist nun vorbei:
Ich mach mir heut ein Arschgeweih!

Ich weiss noch, wie mein Brüstepaar
sich endlich regte, und ich war
gewiss, dass nun die Männerwelt
sich regsam um die Rundung stellt.
Die Rundung war ihr einerlei…
Jetzt komm ich mit dem Arschgeweih!

Ich weiss noch, wie mein Zungenbein
gar schmucklos war, so trieb ich ein
Metallkügelchen durch das Fleisch
und dachte mir: „Jetscht bischt du heisch!“
Kein Kerl erhitzte sich dabei…
Bald brennen sie, dank Arschgeweih!

Auch weiss ich noch von meinen Müh’n,
der Eltern Gunst mich zu entzieh’n.
Vor Scham und Schmach sollt’ ihr Gesicht
blutrot erglüh’n – Ich schafft es nicht!
Kam ich, geschmückt mit ’nem Tatoo,
legte sich Mutter auch eins zu.
Und Papi fand es wunderbar,
dass Mami nun sein Girlie war.

Nichts ist so schwer wie Teenie sein!
Ob Brust, ob Scham, ob Schlüsselbein –
Solch Reize reissen heut nicht ein.
Das Einzige, was heute reisst,
ist, wenn man aufs Rektum verweist:
Wenn eine Dame drauf besteht,
dass ihr Derrière weit offen steht
und dies beschildert überm Steiss,
damit man auch die Richtung weiss,
wenn sie mit dreizehn oder so
fein ziseliert den Babypo,
die Blicke führt ins Backentief,
wo sich kein Mann bisher verlief
geschweige denn verlaufen will,
dann wird es in der Runde still.
Verlegen hüstelt man sich frei…
Ja, das schafft nur das Arschgeweih!
Wie ich mich freu, wie ich mich freu.



Zu diesem Gedicht einen Kommentar hinzufügen: